Ab 2025 müssen alle deutschen Unternehmen im B2B-Sektor elektronische Rechnungen ausstellen, was erhebliche Änderungen ihrer Geschäftsabläufe nach sich zieht.
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Einführung der E-Rechnung als Standard
Ab dem 1. Januar 2025 tritt eine neue gesetzliche Regelung in Kraft, die Unternehmen dazu verpflichtet, im B2B-Bereich ausschließlich elektronische Rechnungen zu verwenden. Diese Änderung ist Teil einer umfassenden Digitalisierungsstrategie der EU und soll Geschäftsprozesse effizienter und transparenter gestalten.
Technische Anforderungen und Formate
Elektronische Rechnungen müssen spezifische technische Kriterien erfüllen, um die Automatisierung der Rechnungsverarbeitung zu unterstützen. Wichtige Formate wie XRechnung und ZUGFeRD, die den EU-Vorgaben entsprechen, werden dabei zur Standardisierung herangezogen.
Übergangsphase und Anpassungsstrategien
Zur Erleichterung der Umstellung sind Übergangsregelungen bis Ende 2026 vorgesehen. Unternehmen müssen ihre Systeme und Prozesse frühzeitig anpassen, um den neuen Anforderungen gerecht zu werden und mögliche Geschäftsunterbrechungen zu vermeiden.
Alternative Übermittlungsmethoden
Neben der direkten Ausstellung elektronischer Rechnungen können Unternehmen bis Ende 2027 auch das EDI-Verfahren nutzen, um den neuen Anforderungen nachzukommen, vorausgesetzt, der Geschäftspartner stimmt zu.
Schulung und Systemoptimierung
Die erfolgreiche Implementierung elektronischer Rechnungen erfordert nicht nur technologische Anpassungen, sondern auch eine entsprechende Schulung der Mitarbeitenden. Unternehmen sollten sich darauf vorbereiten, ihre IT-Infrastruktur zu überprüfen und bei Bedarf zu aktualisieren.
Vorteile und langfristige Ziele
Die EU und die Bundesregierung sehen in der verpflichtenden Einführung elektronischer Rechnungen einen wichtigen Schritt zur Bekämpfung von Umsatzsteuerbetrug und zur Förderung der Digitalisierung im Geschäftsverkehr. Die Maßnahme verspricht eine sichere und effiziente Abwicklung von Transaktionen im B2B-Bereich. |